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Entdecken Sie antike Kunst aus Afrika. Unsere Skulpturen, Textilien und rituellen Masken spiegeln die kulturelle Vielfalt und künstlerische Identität verschiedener afrikanischer Völker wider. Wir präsentieren Terrakottaskulpturen aus Nigeria, Kuba sowie Mbuti-Textilien aus dem Kongo und rituelle Masken aus verschiedenen Regionen Zentralafrikas.

Kollektionen

Textilien

Unsere Kollektion traditioneller Textilien umfasst Werke der indigenen Völker der Mbuti, Mangbetu und Bakuba aus dem Kongo und Zentralafrika.
Fragment eines Rindenstoffes (Barkcloth) oder handgeschöpften Fasergewebes mit schwarzer, frei aufgetragener Linienmalerei.
Die Dekoration besteht aus mehreren horizontalen Zonen, die durch kräftige Linien getrennt sind. Innerhalb der Bänder verlaufen unregelmäßige, senkrechte und schräge Strichfolgen, wodurch ein rhythmisches, grafisches Muster entsteht. Die Ausführung wirkt bewusst reduziert und ornamental
Fragment eines bemalten Rindenstoffes (Barkcloth) mit schwarzer Linienornamentik auf naturbelassenem, faserigem Untergrund.
Im Zentrum stehen mehrere vertikale Linienbündel, zwischen denen ein rauten- bzw. kreuzförmiges Gittermotiv verläuft. Seitlich finden sich kleine Gruppen paralleler Striche sowie schräge, frei gesetzte Linien, die das strengere Mittelmotiv auflockern.
Die Gestaltung wirkt rhythmisch und symbolisch statt naturalistisch.
Das Textil zeigt eine streng geometrische Gestaltung in Natur-, Braun- und Schwarztönen. Die Fläche ist in mehrere Zonen gegliedert: Rechts dominieren große Rauten- beziehungsweise Gittermuster, während links dichtere Punkt- oder schachbrettartige Strukturen erscheinen. In der Mitte verläuft ein schmaleres Feld mit einem feinen Zickzackmotiv, das die Komposition zusätzlich belebt.
Die deutlichen Hell-Dunkel-Kontraste und die Wiederholung der Muster erzeugen eine starke rhythmische Wirkung. Solche grafisch aufgebauten Gewebe sind typisch für zentraleafrikanische Raffiatextilien, etwa aus dem Kulturkreis der Kuba in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Sie dienten nicht nur als dekorative Stoffe, sondern konnten auch repräsentative oder soziale Bedeutung besitzen
Das gezeigte Fragment besteht aus hellem, faserigem Rindenmaterial. Die Oberfläche ist unregelmäßig und an den Rändern ausgefranst, was auf ein hohes Alter oder eine traditionelle Herstellungstechnik hinweist.
Über die gesamte Fläche verteilt finden sich dunkle, stern- oder sonnenartige Motive. Jedes Zeichen besteht aus einem Punkt im Zentrum, von dem strahlenförmig kurze Linien ausgehen. Die Motive wiederholen sich in relativ gleichmäßigen Abständen, wirken jedoch leicht variierend in Größe und Intensität, was auf eine freie, handwerkliche Ausführung schließen lässt.
Solche reduzierten, rhythmisch gesetzten Zeichen sind typisch für dekorierte Rindenbaststoffe

Masken

Die afrikanischen Masken in unserer Kollektion stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert und repräsentieren verschiedene indigene Gemeinschaften.
Frontale Ansicht einer geschnitzten Holzmaske mit länglichem, spitz zulaufendem Gesicht. Die Maske zeigt schmale, rechteckige Augenöffnungen, eine lange, kantige Nase und einen leicht hervortretenden, rechteckigen Mund mit eingelegtem Detail. Die Oberfläche ist dunkelbraun mit sichtbarer Holzmaserung und Gebrauchsspuren
Frontale Ansicht einer ovalen, dunkel patinierten Holzmaske mit spitz zulaufendem Kinn. Die Augen sind schmal und geschlossen dargestellt, darüber verlaufen plastisch geschnitzte, bogenförmige Brauen mit kerbartiger Verzierung. Die Nase ist lang und schmal, der Mund leicht geöffnet mit voll ausgeformten Lippen. Die Oberfläche zeigt deutliche Altersspuren und weist eine unregelmäßige, matt glänzende Optik vor.
Frontale Ansicht einer großen, dunkelbraunen Holzmaske mit ovaler Form und glatter, stark patinierter Oberfläche. Die Augen sind rechteckig ausgeschnitten und mit aufgenagelten Metallrahmen eingefasst. Eine lange, kantige Nase teilt das Gesicht mittig. Der rechteckige Mund ist ebenfalls mit einer Metallplatte gerahmt; im Inneren sind einzelne, unregelmäßig angeordnete Holz- oder Zahnfragmente sichtbar. Seitlich treten schlichte, abgerundete Ohren hervor
Frontale Ansicht einer ovalen, dunkelbraunen Holzmaske mit deutlich sichtbarer Mittelrippe. Die Oberfläche ist stark patiniert und mit weißen Farbresten akzentuiert, besonders um die Augen und auf den Wangen. Die Augen bestehen aus röhrenförmig hervortretenden Elementen mit kleinen, runden Öffnungen. Eine schmale Nase geht in einen leicht geöffneten, horizontalen Mund über. Unterhalb der Maske ist ein dichter Kragen aus langen, naturfarbenen Pflanzenfasern befestigt, der wie ein Bart herabfällt

Skulpturen

Unsere Terrakotta- und Holzskulpturen stammen aus Nigeria, Burkina Faso, Südafrika und Mali.
Terrakotta-Skulptur mit kugelförmigem Unterteil und zwei bogenförmigen Durchbrüchen, die wie Beine wirken. Darüber erhebt sich eine scheibenartige Form mit eingeritztem Randmuster. In der Mitte ist ein plastisch ausgearbeitetes menschliches Gesicht mit geöffnetem Mund zu sehen, das von geschwungenen, reliefierten Linien umgeben ist. Die Oberfläche ist hellbraun, unglasiert und zeigt feine Risse sowie Gebrauchsspuren
Holzfigur mit stark stilisierten Gesichtszügen, mandelförmigen Augen und leicht geöffnetem Mund. Die Oberfläche ist dunkelbraun und zeigt deutliche Gebrauchsspuren, Risse und kleine Bohrlöcher. Der Oberkörper ist aufrecht dargestellt, die Arme sind angewinkelt und die Hände ruhen vor dem Bauch. Um Hals und Hüfte sind Stoffbänder oder Tücher gebunden. Die Figur steht mit leicht gespreizten Beinen und wirkt insgesamt archaisch und handgeschnitzt
Schlanke, dunkelbraune Holzfigur mit länglichem Hals und rundem Kopf mit kleinem zylindrischem Aufsatz. Das Gesicht zeigt große mandelförmige Augen, eine schmale Nase und einen kleinen Mund. Um den Hals liegt eine Kette aus blauen und hellen Perlen. Die Arme sind angewinkelt, die Hände ruhen symmetrisch vor dem Unterbauch. Die Oberfläche ist glatt, stellenweise abgenutzt und von feinen Rissen durchzogen
Hohes, zylindrisches Keramikgefäß in phallischer Form mit leicht ausgestelltem Standfuß. Die Oberfläche ist rötlich-beige und zeigt deutliche Gebrauchsspuren sowie feine Risse. Der obere, kuppelförmige Bereich ist dicht mit eingeritzten, schuppenartigen Mustern bedeckt und durch eine umlaufende Leiste vom glatteren unteren Teil getrennt